Wie bekämpft man Wanzen im Garten?

Für uns Gärtner läutet der Frühlingsanfang die Erneuerung der Vegetation und das lang ersehnte, üppige Sommergemüse ein. Doch Sie sind nicht der Einzige, der sich über die Rückkehr der schönen Tage freut! Beim wöchentlichen Unkrautjäten entdecken Sie unter einem Blatt einer Ihrer Tomatenpflanzen ein seltsames Häufchen kleiner Eier … Verwirrt fragen Sie sich, um welche Art von Eindringlingen es sich handelt und warum sie sich auf Ihrem Grundstück befinden. Nach einigen Nachforschungen bei namhaften Experten (Ihren Nachbarn auf den angrenzenden Parzellen…) wissen Sie nun Bescheid! Es handelt sich um Gartenwanzen! Verzweifelt beginnen Sie bereits, sich von Ihrer Ernte zu verabschieden. Sich eine Methode vorzustellen, mit der man sie auf natürliche Weise beseitigen kann, erscheint Ihnen kaum vorstellbar… Geben Sie nicht so schnell auf! Das Problem ist gar nicht so unlösbar, wie Sie glauben!

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Was man über Wanzen wissen muss

Was ist eine Gartenwanze?

Sie sind nicht nur Schädlinge im Gemüsegarten, sondern auch für ihren übelriechenden Geruch bekannt, der Raubtiere abwehren soll. Sie sind klein (zwischen 10 und 15 mm) und kommen häufig in Wäldern und Gärten vor. Früher waren sie in warmen Regionen verbreitet, breiten sich nun aber aufgrund der Klimaerwärmung auch in unseren Regionen aus. Die häufigsten Arten sind:

  • Die grüne Wanze oder Waldwanze (Palomena prasimena) ist in unseren Gärten am weitesten verbreitet. In den warmen Jahreszeiten ist sie grün, im Herbst färbt sie sich braun.
  • Die rote Kohlwanze (Eurydema ornatum) sieht einer Gendarme-Wanze zum Verwechseln ähnlich. Sie ist sehr klein und kommt, wie ihr Name schon sagt, meist auf Kohlpflanzen vor.
  • Die „Teufelswanze“ oder asiatische Wanze (Halyomorpha halys) kommt in Europa immer häufiger vor. Sie ist braun und grau und hat einen kleinen weißen Fleck auf dem Hinterleib. Ihre Einschleppung in unsere Regionen ist besonders besorgniserregend, da sie keine natürlichen Feinde hat.
  • Der Gendarm (Pyrrhocoris apterus) gehört zwar zur Familie der Wanzen, aber machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie ihn entdecken! Er ist absolut nicht schädlich!

Warum muss man sie loswerden?

Diese stechenden und saugenden Schädlinge sind für den Menschen harmlos, richten bei Pflanzen jedoch besonders großen Schaden an. Je nach Art befallen sie ganz bestimmte Sorten. Die grüne Stinkwanze beispielsweise ist bekannt für ihre Vorliebe für Himbeeren. Sie ernährt sich von deren Saft und Samen und injiziert ihr Gift in die Frucht, um die Verdauung zu erleichtern. Außerdem können sie bei sehr heißem und trockenem Wetter sogar Tomaten oder Zucchini direkt befallen…

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Natürliche Methoden, um Gartenwanzen loszuwerden!

Kieselgur

Dieses natürliche Pulver wird aus einem siliziumhaltigen Sedimentgestein namens Diatomit gewonnen und eignet sich hervorragend zur Bekämpfung von Schädlingen. Sie können es um die Pflanzen herum oder direkt auf die Schädlinge streuen.

Knoblauchpulver

Wanzen verabscheuen den Geruch von Knoblauch. Sie können sie mit einer Lösung aus 20 g dieses Gewürzes und 500 ml Wasser besprühen.

Wermut

Dieses natürliche Abwehrmittel ist sehr wirksam. Um es richtig einzusetzen, können Sie einen Aufguss herstellen, indem Sie 300 g dieser Pflanze in einem Liter Wasser ziehen lassen. Sprühen Sie diesen anschließend auf die befallenen Pflanzen.

Minze

Ihr stechender Geruch ist diesen Insekten äußerst unangenehm. Stellen Sie eine Lösung aus 10 Tropfen ätherischem Öl in 500 ml Wasser her. Für noch mehr Wirksamkeit empfehle ich Ihnen, etwas Knoblauch hinzuzufügen.

Schwarze Seife

Sie wird häufig als Insektizid im Garten verwendet und hat die Besonderheit, Schädlinge durch Einkleistern zu vernichten. Achten Sie jedoch darauf, dass die Zusammensetzung natürlich ist, da sie oft mit chemischen Zusätzen versetzt ist. Mischen Sie 3 bis 6 Esslöffel der Flüssigkeit in 1 Liter lauwarmem Wasser und sprühen Sie die Mischung auf die Insekten. Weitere Informationen finden Sie unter diesem Link!

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Nutzen Sie Blumen, um sich vor Schädlingen zu schützen!

Diese sehr alte Methode wird in der Permakultur häufig angewendet. Sie hat nicht nur den Vorteil, Ihr Gemüse vor Schädlingen zu schützen, sondern fördert auch die Bestäubung. Hier sind einige Beispiele:

  • Marigarden, Petunien und Ringelblumen halten Würmer fern.
  • Kapuzinerkresse lockt Blattläuse an, die auf der Pflanze bleiben und sich daher nicht auf Ihren Pflanzen ansiedeln.
  • Lavendel ist bei Bienen sehr beliebt, die die Bestäubung und damit den Fruchtanbau fördern.

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