Wo pflanzt man Rosmarin im Garten?
Rosmarin ist ein aromatischer, immergrüner Strauch aus dem Mittelmeerraum. Seine duftenden Zweige passen zu vielen Gerichten, und die Blüten locken Bestäuber an. Ein geeigneter Standort ist wichtiger als aufwendige Pflege.

Sonne und durchlässigen Boden wählen
Gib Rosmarin einen sonnigen, geschützten Platz, an dem überschüssiges Wasser abfließen kann. Besonders nasser Winterboden kann Probleme verursachen. Die Winterhärte hängt von Sorte und Standort ab; nicht jede Pflanze verträgt beliebig starken Frost.
In kalten oder nassen Gegenden eignet sich das Frühjahr zum Pflanzen. In mildem Klima kann auch eine Herbstpflanzung passen. Lass genug Platz für den ausgewachsenen Strauch. Ein Topf mit Abzugslöchern ist eine Alternative, wenn der Gartenboden zu nass bleibt.
Schneiden und vermehren
Kürze nach der Blüte bei Bedarf junge Triebe und bleibe möglichst im beblätterten Bereich. Altes, kahles Holz treibt schlechter wieder aus. Du kannst Rosmarin durch Stecklinge oder Absenker vermehren: Biege einen biegsamen Zweig zum Boden, befestige einen Abschnitt und lass die Spitze über der Erde. Trenne ihn erst ab, wenn genügend Wurzeln entstanden sind.
Stecklinge schneidest du von geeigneten jungen Trieben und setzt sie in ein luftiges Substrat. Kontrolliere sie regelmäßig, ohne die Erde zu vernässen. Aussaat ist ebenfalls möglich, braucht aber mehr Geduld.
Welche Nachbarn passen dazu?
Thymian, Lavendel und Bohnenkraut mögen ebenfalls Sonne und gut durchlässigen Boden. Kombiniere vor allem Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen. Rosmarin neben andere Pflanzen zu setzen bietet keinen garantierten Schutz vor Schnecken, Mücken oder anderen Schädlingen.
Verwendung in der Küche
Frische Zweige würzen Gemüse, Grillgerichte und Schmorgerichte. Du kannst Rosmarin auch trocknen oder einfrieren. Gib einen Zweig erst beim Kochen ins Öl; daraus folgt keine Empfehlung, frische Kräuter längere Zeit in Öl aufzubewahren. Verwende Blüten als Würze nur von einer sicher bestimmten, ungespritzten Pflanze.